Schwarzkümmelöl - Frühjahrskur

Schwarzkümmelblüte

Der Winter liegt hinter uns – das Frühjahr kommt…

Diese Zeit sollten wir nutzen, um unseren Darm zu reinigen und unser Immunsystem auf Vordermann zu bringen. Ein gute Möglichkeit ist eine Kur mit Schwarzkümmelöl. Dieses Öl soll ein Allheilmittel gegen nahezu jedes gesundheitliche Problem sein.  Die Samen und das daraus gewonnene Öl können bei Heuschnupfen, Asthma, Rheuma, Diabetes und vielen weiteren Beschwerden helfen. Auch in der Küche ist der Schwarzkümmel eine heilsame und köstliche Zutat.

Das Öl wird aus den Samen durch schonende Kaltpressung gewonnen. Das daraus gewonnene fette Öl ist reich an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie z. B. Ölsäure (bis zu 25%) und Linolsäure (bis zu 60%), die unser Körper für ein optimales Funktionieren benötigt. Darüber hinaus enthält natives Schwarzkümmelöl den ätherischen Wirkstoff Nigellon, der bei Erkrankungen der Atemwege eingesetzt wird und Bronchien erweiternd sowie krampflösend wirkt. Durch die Hemmung der Ausschüttung von Histamin wirkt Nigellon zudem allergischen Reaktionen entgegen – ideal für die Heuschnupfenzeit!

Schwarzkümmelöl hilft bei Diabetes Typ 2

Iranische Forscher untersuchten die Wirkung von Schwarzkümmelöl bei Diabetes-Typ-2-Patienten in einer doppelblinden, randomisierten, klinischen Studie mit 25 Probanden und einer Placebogruppe. Beide nahmen während acht Wochen zweimal täglich je eine Kapsel mit 500 mg Schwarzkümmelöl zu sich. Die Kontrollgruppe nahm ein Placebo ein. Nach den acht Wochen war der Nüchternblutzucker signifikant gesunken. Das „schlechte“ LDL-Cholesterin war ebenfalls signifikant gesunken. In der Placebo-Gruppe gab es dagegen keine signifikanten Veränderungen.

Schwarzkümmel verbessert allergische Symptome

Da Schwarzkümmel eine Antihistamin-Wirkung hat, kann er die Symptome einer allergischen Rhinitis, wie eine laufende, verstopfte oder juckende Nase und Niesen, reduzieren. Die allergische Rhinitis ist eine durch Allergie ausgelöste Entzündung der Nasenschleimhaut. Zur allergischen Rhinitis gehören zum Beispiel der Heuschnupfen und die Hausstauballergie.

In einer Studie wurde die Wirksamkeit von Schwarzkümmelöl in Form von Nasentropfen untersucht: Drei Mal täglich tropften sich die Probanden 15 ml Schwarzkümmelöl mit Hilfe einer Pipette in beide Nasenlöcher. Dies führte nach 6 Wochen zu den folgenden Ergebnissen:

  1. Alle 10 Personen, die angegeben hatten, nur milde Symptome zu haben (z. B. laufende Nase, Niesen), waren anschließend symptomfrei.
  2. Von 16 Personen mit moderaten Symptomen (z. B. Schlaf negativ beeinflusst, verstopfte Nase) waren rund 70 % symptomfrei und 25 % spürten Verbesserungen.
  3. Bei den 12 Personen mit schweren Symptomen (z. B. verstopfte Nase über mehr als 8 Stunden, Niesattacken, gestörter Schlaf) waren rund 60 % symptomfrei und ebenfalls 25 % spürten eine Verbesserung.
  4. Bei der Kontrollgruppe zeigten sich keine signifikanten Veränderungen.

Aber auch wenn es eingenommen wird, lindert Schwarzkümmelöl die Symptome: Bei Heuschnupfen wird empfohlen täglich einen Esslöffel Schwarzkümmelöl vor oder nach dem Essen einzunehmen. In Kapselform werden meist drei Kapseln à 500 mg pro Tag empfohlen. Auch können täglich 2 g Schwarzkümmelsamen eingenommen werden. Erfahrungsgemäß sollte mit der Einnahme in jedem Fall bereits ein bis zwei Monate vor der Pollensaison begonnen werden.

Schwarzkümmelöl bei Rheuma

Ägyptische Forscher untersuchten die Wirkung von Schwarzkümmelöl bei 40 Patienten mit rheumatoider Arthritis (umgangssprachlich Rheuma). Die Personen nahmen während des ersten Monats täglich zwei Placebo-Kapseln ein. Im darauffolgenden Monat bekamen sie täglich zwei Kapseln mit jeweils 500 mg Schwarzkümmelöl. Nach diesem Monat hatte die Anzahl geschwollener Gelenke und die Morgensteifheit der Gelenke verglichen mit dem vorigen Monat signifikant abgenommen.

Schwarzkümmelöl bei Zahnfleischentzündungen

Schwarzkümmelöl wird wegen seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung gerne für das Ölziehen empfohlen. Beim Ölziehen wird ein Teelöffel eines Öls für 10 bis 20 Minuten im Mund hin und her bewegt und durch die Zahnzwischenräume gesogen. Anschließend wird das Öl ausgespuckt. 

Eine Studie von 2019 hat untersucht, wie sich Schwarzkümmelöl auf die Mundgesundheit auswirkt. 24 Probanden mit mittelschwerer bis schwerer Zahnfleischentzündung (Parodontitis) nahmen an der Studie teil. Es wurde jeweils eine Hälfte ihrer Zähne mit einem alkoholischen Schwarzkümmelextrakt an drei aufeinanderfolgenden Tagen behandelt. Die Zahnfleischentzündungen konnten dadurch signifikant verringert werden und auch die Plaque-Bildung ging zurück.

Schwarzkümmel und Krebs

Der in Schwarzkümmel enthaltene Stoff Thymochinon hat eine starke krebshemmende Wirkung bei verschiedenen Krebsarten gezeigt – unter anderem bei Darm-, Leber-, Brust-, Gebärmutterhals-, Lungen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Seine Antikrebswirkung entfaltet Thymochinon auf unterschiedliche Weise: Bei Darmkrebs beispielsweise führte Thymochinon zu einem Rückgang des Tumorvolumens. Bei Leberkrebs wirkte es wachstumshemmend auf die Krebszellen während es bei Bauchspeicheldrüsenkrebs die Lebensfähigkeit der Krebszellen reduzierte. Diese Ergebnisse stammen aus Zell- und Tiermodellen bei denen Schwarzkümmelextrakt, Schwarzkümmelöl oder reines Thymochinon in ganz unterschiedlichen Dosen zum Einsatz kamen.

Schwarzkümmelöl einnehmen – Dosierung, Häufigkeit und Zeitpunkt

Die Dosierung von Schwarzkümmelöl richtet sich nach den jeweiligen Beschwerden. Deshalb ist es schwierig eine allgemeingültige Dosierung abzuleiten. Zur Stärkung des Immunsystems wird beispielsweise empfohlen, täglich 1 Teelöffel des Öls vor dem Frühstück einzunehmen. Als begleitende Maßnahme bei gesundheitlichen Beschwerden wird hingegen zur Einnahme von 1 bis 3 Teelöffeln über den Tag verteilt geraten. Drei Teelöffel entsprechen etwa einem Esslöffel des Öls.

Um den intensiven Geschmack etwas abzumildern, kann das Öl mit ein wenig Honig gemischt oder in einen frisch gepressten Saft gegeben werden. Bei empfindlichen Menschen kann es nach der Einnahme auf leeren Magen zu Übelkeit kommen. In diesem Fall empfiehlt es sich, das Öl erst nach dem Frühstück einzunehmen.

Schwarzkümmelöl findest du hier: Schwarzkümmel nativ bio

Schwarzkümmelöl zur Hautpflege

Erfahrungsgemäß kann die Einnahme von Schwarzkümmelöl in den obigen Dosierungen auch bei Neurodermitis und Schuppenflechte helfen. Mittlerweile gibt es auch Schwarzkümmelöl-Cremes und -Salben in Apotheken, Drogerien und Onlineshops zu kaufen, die unabhängig von der inneren Einnahme mehrmals täglich auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden.

Das Öl kann aber auch pur auf die Haut getupft werden. Seine antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften kommen der Haut zugute und können auch bei Pickeln und Akne helfen. Beachten Sie hierbei jedoch, dass es durch die ätherischen Öle zu Hautreizungen kommen könnte. Testen Sie daher zuvor an einer kleinen Stelle, wie Ihre Haut reagiert, bevor Sie das Öl großflächig auftragen.

Schwarzkümmelöl in der Schwangerschaft und Stillzeit

Da die im Schwarzkümmelöl enthaltenen ätherischen Öle die Wehen anregen könnten, wird Frauen in der Schwangerschaft generell davon abgeraten, Schwarzkümmelöl einzunehmen. Außerdem ist nicht bekannt, ob die Inhaltsstoffe des ätherischen Öls in die Muttermilch übergehen können, weshalb auch in der Stillzeit von der Einnahme abgeraten wird. Zum Würzen kommen jedoch nur wenige Gramm Schwarzkümmelsamen zum Einsatz – dies stellt kein Problem dar.

Nebenwirkungen von Schwarzkümmelöl

Bei der Einnahme von Schwarzkümmelöl kann es zu Übelkeit und Juckreiz kommen. Wer empfindlich darauf reagiert, sollte Schwarzkümmelöl erst nach dem Essen zu sich nehmen. Außerdem kann Schwarzkümmel (wie praktisch jedes andere Nahrungsmittel auch) zu allergischen Reaktionen führen – Unverträglichkeiten sind nie ausgeschlossen. Es gilt jedoch im Allgemeinen als sehr gut verträglich und nahezu nebenwirkungsfrei.

Schwarzkümmel in der Küche

Da er einen sehr würzigen, leicht nussigen Geschmack aufweist, kann man die Schwarzkümmelsamen als Topping über verschiedene Speisen streuen, z. B. über Salate oder Brote. Besonders auf Fladenbroten ist Schwarzkümmel sehr beliebt. Die ganzen Samen können Sie roh oder kurz angeröstet verwenden. Angeröstet sorgen sie für ein knuspriges Mundgefühl. Auch im Brotteig, in Gemüse- und Linsengerichten sowie Currys schmecken die Samen wunderbar. 

Quelle: zentrum-der-gesundheit.de

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